Sauer-Radweg, Dillingerbrück, © Eifel Tourismus GmbH, D. Ketz
  • Strecke: 61,2 km
  • Dauer: 05:00 h
  • Schwierigkeit: leicht

Sauer-Radweg

Wasserbilligerbrück

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Der Sauer-Radweg verläuft teilweise auf einer ehemaligen Bahntrasse und entlang des Flusses Sauer. Diese Radtour vereint traumhafte Weinbergslandschaft und malerische Orte im Luxemburger Land miteinander. Interessant: Rund 200 Meter des Sauer-Radweges zwischen Metzdorf und Wintersdorf verlaufen „aufgeständert“, um das wertvolle Feuchtgebiet zu schützen. Eindrucksvoll auch die 336 Meter zählende Fahrt durch den beleuchteten Ralinger Tunnel, erlebenswert die abwechslungsreiche Natur, sehenswert die 1619 errichtete Burg Bollendorf - einst Sommerresidenz der ehemaligen Abtei Echternach. 
Ein Seitenwechsel während der Fahrradtour - ob dies- oder jenseits der Sauer - ist beinahe jederzeit über die vielen Brücken möglich.

Tipp:
Zwischen Trier und Echternach verkehrt der Radbus 260 mit Haltepunkten in Ralingen und Minden.
Zwischen Irrel und Bollendorf verkehrt der Radbus 431.

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Markierung der Tour:

  • Radwege Eifel: Wegmarkierung Sauer-Radweg
gpx: sauer-radweg-wasserbilligerbrueck-ettelbruck-luxemburg

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Highlights auf der Strecke

Schloss und Eisenhütte Weilerbach

Schloss Weilerbach, © Eifel Tourismus GmbH, D. Ketz

1780 ließ Emmanuel Limpach, der letzte Abt von Echternach, das elegante spätbarocke Schloss nahe Bollendorf errichten. Über den Hausherrn gibt das in Stein gemeißelte Doppelwappen im Mittelgiebel der Schlossfassade Auskunft, und die Trübsinn abwehrenden Fratzen über den Fenstern weisen den Bau als Sommersitz, als Lustschloss aus.

Ein Weg führt zur erhöht gelegenen Gartenanlage mit Pavillon, Terrassen und einem Brunnenhaus. Doch sind noch zahlreiche weitere Gebäude in der Umgebung des Schlosses zu sehen, die meisten davon heute Ruinen. Sie bezeugen, dass Abt Limpach nicht nur lebensfroh, sondern vor allem ein Geschäftsmann war: Sein Schloss diente zugleich als Verwaltungssitz der zuvor neu errichteten, großen Eisenhütte am Weilerbach. Wie kam es dazu?

Bevor er 1775 zum Abt gewählt wurde, hatte sich der technisch interessierte Mönch Limpach um den Betrieb einer kleinen, aber wenig erfolgreichen Eisenhütte an der Sauer oberhalb Bollendorfs, die heutige Altschmiede, gekümmert. Zwischen 1777 und 1779 ließ er dann am Weilerbach eine neue, größere Eisenhütte errichten und ein Jahr später das Schloss, erbaut nach den Plänen des Tiroler Baumeisters Paul Mungenast.

Die teilweise wieder aufgebauten Überreste von Schneidwerk, Schmelze, Formerei und Schlackenpochwerk aus dem 18. Jahrhundert sind heute noch zu sehen und können bei Führungen besichtigt werden. Der Weiher zwischen Schloß und Hütte diente ursprünglich zur Energieversorgung. Aus der Gründungszeit der Eisenhütte stammen auch das Pförtnerhaus gegenüber dem Schloss sowie die ehemalige Remise, heute ein Museumscafé. Das frühere Haus des Hüttenmeisters steht nahe der Straße nach Bollendorf.

Abt Limpach widmete sich so intensiv dem Ausbau der Eisenhütte, dass sich die Mönche seiner Abtei beim Trierer Kurfürsten über ihn beschwerten; er musste sich später aus dem Geschäftsleben zurückziehen. Schloss und Hütte wurden nach dem Einmarsch der französischen Revolutionstruppen 1794 verstaatlicht und wenige Jahre später an private Eigentümer verkauft. Sie führten den Betrieb mit Erfolg weiter. Auch im 19. Jahrhundert wurden Roheisen und Gußeisen hergestellt, so z.B. Takenplatten und Öfen aus Gußeisen, später landwirtschaftliche Geräte. Vielen Familien der benachbarten Dörfer bot der Hüttenbetrieb einen Arbeitsplatz.

Der allmähliche Niedergang der Weilerbacher Hütte begann nach dem ersten Weltkrieg, und 1958 wurde der Betrieb endgültig eingestellt. Nachdem das Schloss während der Ardennenoffensive 1944/45 stark beschädigt worden war, blieb es in der Folgezeit dem Verfall preisgegeben. Doch sein Schicksal wandte sich: Zwischen 1987 und 1992 wurde Schloss Weilerbach vollständig restauriert und erstrahlt seitdem in neuem Glanz.

In der ehemaligen Remise wurde ein Museumscafé eingerichtet (geöffnet Ostern bis Mitte Oktober).

Die Wanderwege Felsenweg 2  und Felsenweg 3 im NaturWanderPark delux führen am Schloss Weilerbach vorbei.

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Burg Bollendorf

Burg Bollendorf - Sauer, © Felsenland Südeifel Tourismus GmbH / Anna Carina Krebs

Auf einem Felsen oberhalb der Sauer empfängt die Burg Bollendorf alle, die aus Richtung Echternacherbrück in den Ort kommen. Die Burg war Sitz der von der Abtei Echternach verwalteten Propstei und wurde später auch zum Sommersitz ihrer Äbte. 

Der Ursprung der Burg liegt im Mittelalter: Zur Flussseite hin blickt ein runder Turm mit Schießscharten. Ihr heutiges Aussehen aber erhielt Burg Bollendorf vor allem im Barock. Abt Gregorius Schouppe, dessen Wappen und eine Inschrift mit der Jahreszahl 1739 über dem Portal des Hauptgebäudes zu sehen sind, ließ im 18. Jahrhundert das Gebäude verändern und um den Mittelbau und den Südtrakt erweitern. Im Halbkreis um den Hof sind die ehemaligen Wohnräume der Dienerschaft und die Wirtschaftsgebäude angeordnet. Zur Burganlage gehörten auch die Mühle unterhalb der Burg und ein Garten mit Pavillon.

In den 70er Jahren übernahm die Familie Freundt die Anlage, restaurierte sie Stück für Stück und baute sie zum Hotel-Restaurant aus. Hier kann man Gast sein in historischem Ambiente und z. B. in einem Zimmer mit Renaissance-Kamin aus dem 17. Jahrhundert übernachten oder stilvoll speisen im neuen Restaurant "Ehemaliger Pferdehof".

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Restaurant Hotel Hauer

Hotel Hauer Aussenansicht, © Hotel-Restaurant Hauer

Küchenchef Carlo Hauer kreiert in seiner Küche das Beste, was die Region zu bieten hat: Wildgerichte aus heimischer Jagd, selbstgemachter Räucherschinken, die legendären Rinderrouladen mit Apfelrotkohl und vieles mehr - das Ganze in einer kreativen Mischung aus Tradition und Moderne.

Hausgemachten Liköre, der eigene Honig oder das selbst produzierte Schweineschmalz verleihen den Gerichten eine ganz individuelle Note.

Auf der geschützten Terrasse mit Blick auf die Sauer kann man es gut aushalten und einfach genießen.

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Weincafé-Restaurant Johannishof

Johannishof, © Schnorbach

Der "Johannishof" bietet ihnen Schlaf- und Essmöglichkeiten sowie auch Weine an.

Wir bieten ihnen zum Schlafen Einzel- und Doppelzimmer an welche teilweise über ein Balkon verfügen. Zudem haben Familien die Möglichkeit in einem unserer Appartements zu übernachten. Parken ist im Preis mit einbegriffen.

Ihnen steht ein Restaurant zur Verfügung welches jeden Dienstag geschlossen hat und in der Nebensaison ebenfalls Montags.
Für Weinliebhaber bietet "Johannishof" ihnen Weinkosten und och den Kauf von Wein an.

Für Weinkunden, Gesellschaften oder Gruppen öffnen wir auch gerne darüber hinaus auf Anfrage.

Dienstag ist Ruhetag im Wein-Café & Restaurant. In der Nebensaison auch Montags.

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Infos zu dieser Route

Start: Sauermündung bei Wasserbilligerbrück/Wasserbillig

Ziel: Bahnhof in Ettelbrück (Luxemburg)

Streckenlänge: 61,2 km

Dauer: 05:00 h

Schwierigkeitsgrad: leicht

Tourenart: Radfahren

Aufstieg: 441 m

Abstieg: 375 m

Merkmale:

  • familienfreundlich

Eifel Tourismus GmbH

Kalvarienbergstraße 1
54595 Prüm
Telefon: +49 6551 96560

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